Wie lässt du los
Tag 65
Wie geht loslassen bitte? Der Therapeut in der Ehekrise mir dann sagt: «Tja Daniel, du musst halt einfach loslassen». Ehm ja, wie ich eine Tasse loslasse, sie auf den Boden scheppert, das weiss ich wie das geht. Aber wie genau lasse ich Angst vor diesem Verlust los? Ich besuchte mehrere Therapeuten, keiner konnte mir die Frage beantworten, wie ich das wirklich mache.
Genau da liegt auch der Fehler begraben. Loslassen wollen ist wie ein Kurzschluss. Wenn ich etwas will, dann lasse ich genau nicht los. Das war für mich wie eine Schere im Gehirn. Gibt zwangsläufig Druck auf das System. Stress und Depression. Dabei ist es ein blankes Missverständnis.
Das Missverständnis: Meine einzige Funktion die ich hier habe, ist glücklich sein. Das ist das Wesen der universellen Energie der Liebe. Es ist eine Energie, nicht zwei, nicht fünf. In einer Energie gibt es keine Unterschiede. Bist du glücklich, dann brauchst du nichts anderes. Bist du Unglücklich, dann ist das ein Unterschied zu Glücklich. Offensichtlich haben Menschen grossen Zweifel darüber. Sonst würdest du ja nur noch Menschen im Dauerglücklich Zustand begegnen.
Was ich übersehen habe: Loslassen an sich ist ein Gedanke. Solange ich noch andere Gedanken als wichtiger erachte als diesen, kommt er schlichtweg nicht zum Zuge. Für das Ego ist loslassen mit Angst verbunden. Für den Geist jedoch ist es Ausdehnung.
Dein Ego ist raffiniert im Erfinden von Wegen, die so aussehen als würden sie den Konflikt vermeiden, weil es nicht will, dass du den Konflikt so unerträglich findest, dass du ihn aufgibst. Es versucht dich die ganze Zeit davon zu überzeugen, dass es dich vom Konflikt befreien kann, damit du nicht das Ego aufgibst und dich damit am Ende selbst befreien würdest. Seine Maxime: Suche aber finde nicht.
Es benutzt dazu die Macht deines Geistes dazu, das wirkliche Ziel deines Geistes zu vereiteln. Die ist: Glücklich Sein. Ist ein bisschen wie im Spiegelkabinett herumirren und dich völlig verlaufen darin. Das Ego, dein Verstand hat keine Verbindung zu deinem Geist. Es versteht ihn nicht. Weil es das nicht kann, versteht es nicht, wer du bist. Du bist ein geistiges Wesen. Ja, du scheinst einen Körper zu haben, der ziemlich real wirkt. Doch es versteht nicht, dass du durch deinen Geist dir das Leben erschaffen lässt, so wie es sich eben vor dir zeigt.
Weil es das nicht versteht, ist es ihm auch egal, wie du dich fühlst. Würde es verstehen, dass durch dein Fühlen sich das Leben erschafft, dann würde es doch nicht dich dauernd mit schlechten Gedanken versorgen, die dich in ein schlechtes Fühlen bringen und du dir damit ein schlechtes Leben erschaffen lässt.
Wenn du bereit bist, die alleinige Verantwortung für die Existenz deines Egos zu übernehmen, dann legst du den gesamten Ärger einfach ab. Es bedeutet, dass du dem Gedanken, dass du dich dem Loslassen verpflichtet hast, erste Priorität einräumst. Dass du diesen Gedanken an die erste Stelle setzt. Und wie gelingt das?
Das geht nur wenn du wach bist. Aufmerksam. Bewusst. Das will geübt sein. Jeden Tag. Damit du üben kannst, habe ich diesem Thema den Podcast mit Tag 65 gewidmet.