Die Rachsucht und ihr Ausweg
Tag 22
Wann hast du den letzten Angriff geführt? Blättere mental durch deine letzten paar Tage. Ein Ärger über einen Menschen? Das ist deine Projektion. Egal was der Mensch gemacht hat, es ist deine Sicht der Sache. Nimm diese Gedankengänge deiner Projektion und schalte mal auf Super-Zeitlupe.
Nachdem du deinen Ärger auf diesen Menschen oder die Welt projiziert hast, siehst du im selben Moment, wie die Rache dabei ist, zum Gegenschlag gegen dich auszuholen. So nimmst du den eigenen Angriff als Selbstverteidigung wahr. Das wird so lange zu einem immer schlimmer werdenden Teufelskreis, bis du bereit bist, deine Sichtweise zu verändern. Ob du in die Knie gehst oder der Andere ein Knock-Out kassiert, der Groll nimmt dich in Beschlag.
Wie herrlich die Aussicht auf ein schnelles Entrinnen dieser brutalen Phantasien.
Wie?
Geht so: Sind Projektionen echt? Nein. Es sind Gedanken. Schau dich um auf der Welt, ist hier etwas von Dauer, also echt? Nicht einmal dein Leben kannst du behalten. Alles gemietet. Und dieses Konzept nimmst du so ernst, dass es dir Wert ist, eine Krankheit, einen Ärger oder eine Not zu akzeptieren?
Du fährst vielleicht einen Angriff auf einen Menschen, doch in deinem Innersten weisst du, dass du dich von der universellen Kraft abgewendet hast, die uns alle nährt.
Was dazu führt, dass du denkst, du würdest nun von ihr Bestraft. Dein Ego denkt so. Nicht aber die Energie. Das Ego würde sagen: Rache ist süss. Doch die Energie tut das nicht. Weil sie keine Gedanken hat. So wie das Ego, dein Verstand der Gedanken auswertet. Wie Excel. Dass du am Ende noch glaubst, du wärst ein Opfer. Aus dem Paradies geworfen. Wie will man dich aus dem Paradies werfen, wenn du Teil davon bist? Du bist ja Energie. Geht nur wenn du Kollege*in Herz im Stich lässt. Ja, das gibt ein Stich ins Herz.
Dies alles wegen komischen Gedanken. Da ist der Schlüssel für dich. Nicht die Gedanken abweisen, das wäre schon wieder ein Gedanke. Dafür zu sorgen, dass dein Herz ins Spiel kommt. Das geht über dein Fühlen, nicht dein Denken.
Das geht nur wenn du wach bist. Aufmerksam. Bewusst. Das will geübt sein. Jeden Tag. Damit du üben kannst, habe ich diesem Thema den Podcast mit Tag 22 gewidmet.