Wie ist das in Afrika
Tag 221
Wie Du Frieden finden kannst – trotz den Nachrichten aus Afrika
Stell Dir vor, Du liest die Schlagzeilen: In einem afrikanischen Land hat das Militär die Macht übernommen. Die Bilder zeigen Krieg, Zerstörung und Leid. Du fragst Dich: Warum tun sich die Menschen das an? Dein Kopf fängt an zu arbeiten – entweder Du denkst, dass endlich aufgeräumt wird oder Du fürchtest, das Land geht komplett den Bach runter. In beiden Fällen wird die Bevölkerung zum Spielball der Ereignisse.
Vielleicht betrifft es Dich nicht direkt, weil Afrika weit weg ist. Doch wie wäre es, wenn in Deinem Umfeld eine Familie sich scheidet oder ein Kollege seinen Job verliert? Du fühlst Dich ausgeliefert und machst Dir Sorgen. Doch diese Sorgen sind eigentlich unnötig.
Die Frage ist: Kannst Du an der Situation in Afrika etwas ändern? Physisch kaum. Du könntest spenden oder helfen, aber ob das die Situation wirklich ändert? Wahrscheinlich nicht. Was Du aber ändern kannst, ist Deine innere Einstellung.
Wenn Du die Bilder des Krieges siehst und ein Urteil fällst, beginnt der Krieg in Dir. Wir alle stammen aus der Urquelle der Liebe und des Friedens. Doch sobald wir verurteilen, wenden wir uns von dieser Energie ab. Wir bauen in uns Geschichten auf und glauben irgendwann, dass diese Geschichten unsere Realität sind.
Stell Dir vor, Du würdest zur Energie des Stroms sagen, dass es ihn nicht gibt. Ignorierst Du ihn, wird er trotzdem da sein – und Du bekommst eine gewischt, wenn Du an den elektrischen Draht fasst. Genauso ist es mit der Energie der Liebe und des Friedens. Sie ist da, egal ob wir sie anerkennen oder nicht.
Es geht nicht darum, Krieg gutzuheißen oder nicht zu helfen, wenn jemand in Not ist. Es geht darum, in Dir keinen inneren Krieg entstehen zu lassen. Solange Kriege im Außen existieren, haben wir den inneren Frieden noch nicht gefunden. Wenn Du innerlich Frieden fühlst, kann sich im Außen nichts anderes zeigen als Frieden.
Die Sprache des Friedens müssen wir lernen. Diese Sprache beginnt in uns. Wenn wir Opfer von äußeren Situationen werden und Partei ergreifen, fühlen wir uns wie Säuglinge, die die Welt noch nicht verstehen. Doch wir können lernen, nicht in diese urteilenden Gedanken zurückzufallen.
Wenn wir im Jetzt leben und die Illusionen unserer Geschichten durchschauen, erkennen wir, dass diese Geschichten uns Angst machen, nicht der Augenblick selbst. In diesem heiligen Zuhause des Jetzt sind wir wirklich.
Wenn ein Kind vor Dir zu stürzen droht, handelst Du im Moment. Du denkst nicht nach, Du hilfst einfach. Und genauso kannst Du in jedem Moment handeln, ohne Dich in Dramen zu verlieren.
Entscheide Dich, den inneren Despoten aufzulösen. Du wirst feststellen, dass es nie wirklich einen Despoten gab – weder in Afrika noch in Dir. Und plötzlich ist Frieden – in Afrika und in Deinem Herzen.
Bleib stark und finde den Frieden in Dir, um Frieden in die Welt zu bringen.