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Tag 42

Kann man Schmerzen kumulieren? Nicht hintereinander aufgeschichtet, sondern alles gleichzeitig? Ja, das geht und in Wirklichkeit ist das auch so. Zeit und Raum sind inexistent. Nur der Verstand schiebt dir da einen Riegel, sonst wäre es nicht auszuhalten. Dass dieser Riegel nicht nur gutes an sich hat, das ist ziemlich leicht zu erraten.

 

Dieses gleichzeitige Schmerzempfinden ist mir in meiner Nahtoderfahrung in einer Familienszenerie gezeigt worden. Dieser Schmerz wurde irgendwann so höllisch stark, dass ich beinahe auf den Knien gesagt habe: so kann man keine Probleme lösen. In diesem Moment hat der Schmerz mit einem Schlag aufgehört und die Szene hat sich aufgelöst.

 

Dieser Wechsel des Schmerzes, das geschieht über das Wunder. Wenn alles aufgelöst wird und der Verstand keinen Plan hat, wie sich die Probleme jetzt plötzlich aufgelöst haben können. Der Auslöser des Schmerzes? Ich will!

 

Damit hat das Ego das Zepter in der Hand. Das Ego ist immer im Mangel. Es hat nicht, und will. Das Ego fragt nicht das Herz, wo bist du. Das Ego schickt durch den Gedanken an Mangel das Herz mit deiner Stimmung in den Keller der Angst. 

 

Und jetzt kommst du ins Spiel. Was willst du? Oder besser gefragt, kannst du überhaupt etwas wollen? Beim Wollen hat das Ego schon wieder seine Finger im Spiel und du hast verloren. Die universelle Kraft die alles hier nährt, sie hat einen Willen. Sie ist ganz. Das ist ihr Wille. Lässt du ihren Willen nicht geschehen, dann stellst du dich gegen sie, die Energie. Und genau das zeigt sie dir, wenn du dies tust. Sie fügt dir so lange Schmerzen zu, bis du drehst.

 

Einige von uns warten immer noch, mit drehen. Werden krank, verwickeln sich in Depressionen und Streitereien. Zu Hause, am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft. Sie versinken im Lärm der Sorgen. Wie willst du hören, wenn da nur Lärm ist? Lärm macht Schmerzen.

 

Vielleicht wäre still sein mal eine gute Idee. Die Stille ist da. Immer. Du siehst sie sogar. Zwischen den Worten ist immer ein Abstand. Da ist sie, die Stille. Worte unterbrechen die Stille und machen wieder Lärm. Bei deinen Gedanken übrigens auch. Da hat es auch einen Abstand dazwischen. Sonst wäre nur rauschen in deinem Kopf. Und, wie geht das, still sein? Nicht akustisch oder optisch. Still in dir. Dass dieses Gebrüll endlich verstummt.

Ja, da sind wir etwas aus der Übung. Damit du üben kannst, habe ich diesem Thema den Podcast mit Tag 42 gewidmet.  

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Das Eichamt für deinen Geist

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Endlich zu Hause