Der falsche Chef im Laden

Tag 34

Vertraust du nur deinem Verstand, dem was du siehst, hörst und anfassen kannst? Was ist mit deinem Gemüt, deiner Stimmung, deiner Seele? Findest du dein Gemüt in irgendeinem Körperteil? Wohl kaum. Und gleichwohl ist es da. Abstrakt. Das ist Erkenntnis. Du weisst nicht, wo das Gefühl Ruhe beginnt und endet. Das akzeptiert dein Ego nicht!

 

Jeder macht sein Ego für sich, das wegen seiner Instabilität grossen Schwankungen unterliegt. Weil jeder ein anderes Ego baut und es dauernd ändert. Interagieren instabile Egos miteinander, schwankt das Ganze.

 

Die erhabenste Form eines Egodenkenden: Es könnte eine andere Wahrnehmung geben. Es ist nicht die goldene Treppe mit dem leuchtenden Eingang, das dir das Ego dauernd verspricht. Es ist die kleine, unscheinbare Türe, bei welcher sich dir der Schimmer der Einsicht eröffnet, dass das Ego nicht du bist. Dann sind alle deine Probleme gelöst. In einem Schritt.

 

Nur wenn du dich beständig im Gefühl der Fülle bewegst, dann bewegst du dich wirklich zu dieser kleinen Türe hin. Das Ego jedoch lebt buchstäblich vom Vergleichen. Gebe ich dir, dann habe ich weniger. Geben, um zu bekommen ist das untrennbare Gesetz des Egos. Daher beschäftigt es sich ständig mit dem Mangel. Logisch, was dein Leben daraus macht. Input=Output.

 

Seine Wahrnehmung, dass andere Egos auch wirklich sind, führt zu dem noch schlimmeren Ergebnis, dass man sich mit „Selbstachtung“ begegnen soll. Das Wort Nächstenliebe wäre dann die nächste Abwesende. Das lassen wir mal….

 

Die Berichtigung meiner Wahrnehmung ist die einzige Möglichkeit, aus diesem Dilemma herauszutreten. Auch das ist nur ein vorübergehender Notbehelf. Die Fehlwahrnehmung des Egos ist die Blockade für die Erkenntnis. Die eben völlig abstrakt ist.

 

Achte auf dein Umfeld. Schau darauf, dass du von Menschen umgeben bist, die nicht mit dir in den Jammergesang des Egos einschwenken und mit Tratschen und Lästern die Autonomie deines Egos noch verstärken. Dass die Menschen um dich mit aller Kraft ihre eigene Schwingung nach oben ziehen, wenn sie von dir Ungutes hören. In dem sie dich gesund und glücklich fühlen. Aus diesem Fühlen heraus mit dir sprechen. Auch wenn deine Situation aktuell noch ganz anders erscheinen mag. Dass sie unbeirrt dafür sorgen, dass du dich aus dem Mangel herausbewegen kannst. Dann wenn der Intensitätsfaktor bei dir vielleicht gerade etwas gross geworden ist.

 

Hast du den Mut, mit deinen Lieblingsmenschen dies zu teilen. Dich mit ihnen auszutauschen, wie das geht, loslassen von Identitäten? Ja, üben ist angesagt. Zusammen ist hilfreich. Damit du üben kannst, habe ich diesem Thema den Podcast mit Tag 34 gewidmet.

Zurück
Zurück

Der natürliche Feind des Menschen

Weiter
Weiter

Die Geister die ich rief